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Umgang mit Rückfällen


Der Rückfall gehört, vor dem Hintergrund unseres therapeutischen Grundverständnisses, zum Wesen einer chronischen Suchterkrankung.

Wir sehen darin, die noch ungenügende Fähigkeit des Suchtkranken, sich dauerhaft vom Suchtstoff zu distanzieren. Diese ist um so ausgeprägter, je stärker der Gesundheitszustand durch Mehrfach– oder Folgeerkrankungen beeinträchtigt ist. Um die Wahrung eines suchtmittelfreien Rahmens für alle Bewohner zu gewährleisten, kann ein Rückfall aber auch den Ausschluss aus der Therapeutischen Gemeinschaft zur Folge haben. Im Vordergrund steht die individuelle Rückfallbewältigung, die sich als Hilfe und erneute Hinführung zu einem abstinenten Leben versteht und nicht die Verhängung von Sanktionen oder Strafen.
Dies wird wesentlich gewährleistet durch regelmäßige Reflexionen des Themas in Klein- und Großgruppen anhand auftretender Beispiele sowie Kontrollen (Alkohol- und Urintests) im Sinne einer Ersatzstruktur für fehlende Selbstkontrolle.

Ein Rückfall kann eine Chance sein, aus dem der Betroffene und die Gemeinschaft gestärkt wieder hervorgehen können.

Ein Rückfall kann aber auch zur Entlassung führen!

Mit einem Rückfall ist der Betreuungsvertrag erst einmal außer Kraft gesetzt. Die letzte Entscheidung, über die Entlassung oder die Fortführung der Betreuung, wird durch das Team getroffen.

Bei dieser Entscheidung fließen die Erfahrungen und Einschätzungen der Mitbewohner maßgeblich mit ein.